Weitere Bewerbe 

 

Bewerbe ausserhalb der (gesamt)österreichischen Meisterschafts- oder Cupveranstaltungen

 

 

Challenge-Cup 1897-1910/11
Tagblatt-Pokal 1900/01 -1902/03

Grazer Herbstmessepokal ab 1906

Bodenseebewerbe ab 1926

Arbeiterfussball in Österreich (VAS - VAFÖ)

Österreich als Gau XVII (Ostmark) 1938-1945

Sonstige Bundesländerbewerbe ab 1903

Österreichische Amateurstaatsmeisterschaften 1929-1937

 


 

Challenge-Cup 1897-1910/11
Der Challenge-Cup war der erste größere Bewerb auf Wiener Boden und war allen Vereinen aus der Monarchie zugänglich. In der Praxis nahmen aber nur Vereine aus Wien, Budapest und Prag teil, in den ersten Jahren überhaupt nur Teams aus Wien.
Er kann somit als Vorgänger des Mitropacups angesehen werden.
Den Bestimmungen zufolge sollte der Pokal von dem Verein endgültig in Besitz genommen werden, der ihn 3 Mal hintereinander gewinnen kann, aber 1903 wurde der Preis in einen Wanderpokal umgewandelt. Er ist noch immer im Besitz des letzten Siegers aus dem Jahr 1911, dem Wr. Sportclub.
Der Challenge-Cup wurde von John Gramlick, einem der Gründer des Vienna Cricket& FC, ins Leben gerufen.

 

Saison
Sieger
Finalist
Res.
VIENNA CRICKET&FC
"Turner" 
7:0
VIENNA
AC Victoria
4:1
VIENNA
Vienna Cricket&FC
2:0
WIENER AC
Slavia Prag
1:0
VIENNA CRICKET&FC
Budapester TC
2:1
WIENER AC
CAFC Vinohrady 
w/o
WIENER AC
Vienna Cricket&FC
7:0
WIENER SPORTVEREINIGUNG 
Magyar AK Budapest
2:1
FERENCVAROS BUDAPEST
Wr. Sportclub
2:1
1909/10

1910

 

Die Bewerbe 1909/10 und 1910 wurden von ungarischer Seite

(letzter Sieger Ferencvaros Budapest) ausgeschrieben, es gab

aber keine Nennungen und sie fanden daher nicht statt.

WR. SPORTCLUB
Ferencvaros Budapest 
3:0

 


 

Tagblatt-Pokal 1900/01 - 1902/03
Der Tagblatt-Pokal war der erste Wiener Bewerb im Meisterschaftsmodus. Er wurde von der größten damaligen Wiener Zeitung, dem (Neuen) Wiener Tagblatt gestiftet, von der Fußballunion organisiert, und ging nach dem dritten Sieg endgültig in Besitz des Wiener AC über.

 

Saison
1. Klasse
Sieger
2. Klasse
Sieger
1900/01
Wiener AC 
Hernalser FAK Vorwärts
1901/02
Wiener AC
Union Wien
1902/03
Wiener AC
Rapid Wien

 


 

Grazer Herbstmessepokal ab 1906

Der Grazer Herbstmessepokal war der erste größere Bewerb ausserhalb Wiens, und wurde (wie der Name bereits aussagt) anläßlich der Grazer Herbstmesse mit unterschiedlicher Beteiligung ausgetragen.

Es fanden nur Bewerbe in den angezeigten Jahren statt

 

Jahr
Sieger
Grazer AK (I)
Wr. Sportclub (II)
Germania Wien
Germania Wien
Grazer Sportvereinigung
Grazer AK
Grazer AK
Sturm Graz
Grazer AK
1935 FC Graz

 


 

Bodenseebewerbe ab 1926

1) Bodenseemeisterschaft 1926-1928

Im Frühjahr 1926 beschlossen zahlreiche Vereine aus der Umgebung des Bodensees einen eigenen Bewerb zu gründen und ab März 1926 grenzüberschreitende Meisterschaftsspiele zwischen Deutschland, Schweiz und Österreich (Vorarlberg) auszutragen.

Diese Meisterschaft wurde von den nationalen Verbänden nicht anerkannt und galt daher als inoffiziell.

 

Jahr
Sieger
FC Lustenau 07
FC Lustenau 07
1928 FA Turnerbund Lustenau

 

2) Bodenseebewerbe ab 1931/32

Schon bald nach dem letzten Bewerb 1928 versuchten die vorarlberger Vereine ob ihrer örtlichen Isolation und geringen Anzahl an Mannschaften an Meisterschaftsbewerben mit der Schweiz oder Süddeutschland teilzunehmen. Diese Anträge wurden mehrmals sowohl vom ÖFB, den schweizer Vereinen wie auch von den beiden ausländische Verbänden abgelehnt, bis im Herbst 1930 das prinzipielle Einverständnis des süddeutschen Verbandes (und des ÖFB) zu einer gemeinsamen Meisterschaft erreicht werden konnte.

 

Jahr
Bewerb
Sieger
Kreismeisterschaft Bodensee (Kreis 6)
FC Lustenau 07
Kreiscup Bodensee
kein Sieger
Kreismeisterschaft Bodensee (Kreis 6)
FC Lustenau 07

 


 

Arbeiterfussball in Österreich (VAS - VAFÖ)

Schon kurz nach dem 1. Weltkrieg gewannen die organisierten Arbeiterfussballvereine (VAS - Verband der Arbeiter- und Soldatensportvereinigung Österreichs) massiv Einfluß im Verband und erlangten auch bald die Mehrheit in allen Gremien. Ab diesem Zeitpunkt schwelte ein ständiger Streit zwischen den politschen und unpolitischen Vereinen, da die politischen ihre Mehrheit bei Abstimmungen einsetzten um auch statutenwidrige Entscheidungen zugunsten ihrer Mitglieder zu treffen. Nach dem Umstieg in Wien auf den Professionalismus im Sommer 1924 (der vom VAS entschieden abgelehnt wurde) erfolgte im Sommer 1926 die Trennung im Amateurfussball zwischen politschen (VAFÖ - Freie Vereinigung der Amateur-Fußballvereine Österreichs) und unpolitschen Vereinen in allen Landesverbänden aber auch im Allgemeinen Österreichischen Fussballbund (ÖFB).

Dieser Arbeiteramateurfussballverband organisierte bis 1934 eigene Meisterschafts- und Pokalbewerbe, auch Auswahlmannschaften traten gegen Arbeiterteams anderer (Bundes) länder an.

Im Februar 1934, mit dem Bürgerkriegsbeginn in Österreich und der damit verbundenen Auflösung der sozialdemokratischen Strukturen - so auch die des VAFÖ-Verbandes, wurden alle Aktivitäten eingestellt.

 

Da die Spiele dieses Verbandes ausserhalb der FIFA stattfanden (auch Spiele gegen unpolitische Vereine waren verboten), sind sie nicht Bestandteil der Datenbanken und werden auf eigenen Übersichtsseiten nur ansatzweise dargestellt.

Spiele und Bewerbe des Arbeiterfussballverbandes (VAS - VAFÖ)

 


 

Österreich als Gau XVII (Ostmark) 1938-1945

 

Der Anschluß Österreichs an das Deutsche Reich am 13.3.1938 hatte natürlich auch massive Auswirkungen auf den Fußballbetrieb in der Ostmark, wie das Gebiet des ehemaligen Österreich zwischen 1938 und 1945 hiess.

Gemeinsame Bewerbe (Endrunde Deutscher Meisterschaften, Deutscher Reichspokal 'Tschammerpokal'), sowie Auswahlspiele deutscher Mannschaften mit Beteiligung österreichischer Spieler werden hier dargestellt.

 

Ostmark 1938-1945

 


 

Sonstige Bundesländerbewerbe ab 1903 bis 1949

Inhalt:

Bundesländermeisterschaften bis 1949

1949 war der Beginn der gesamtösterreichischen Meisterschaft, damit verloren die Bundesländermeisterschaften an Bedeutung
Die jeweiligen Meister der einzelnen Bundesländer nahmen in der Zwischenkriegszeit an der österreichischen Amateurstaatsmeisterschaft teil.

Pokalwerbe der Bundesländer bis 1949

Bis 1949 gabe es nur lokale Pokalturniere, die nur in den letzten Jahren als Qualifikation für den österreichischen Cup dienten.

Sonstige Bundesländerbewerbe

In einigen Bundesländern wurden einige zusätzliche Bewerbe (zum Teil schon vor den offiziellen) abgehalten, die nur in den jeweiligen Bundeslandsseiten angezeigt werden.

 

Bundesland
Meisterschaft
Cup
1922/22 - 1948/49
1946/47 - 1948/49
1921/22 - 1948/49
1924/22 - 1948/49
1913/14 - 1948/49
1926/27 - 1948/49 
1912/12 - 1948/49
1927/28 - 1948/49
1920/21 - 1948/49
1925/26 - 1948/49
1920/21 - 1948/49
1926/27 - 1948/49
1909/09 - 1948/49
1926/27 - 1928/29
1909/09 - 1948/49
1924/25 - 1948/49
1903/04 - 1948/49
1906/07 - 1948/49

 


 

Österreichische Amateurstaatsmeisterschaften 1929-1937
Die österreichischen Amateurstaatsmeisterschaften waren vor allem für die Bundesländervereine in der Zwischenkriegszeit die Plattform, um "ihren" Meister zu küren, nachdem in Wien bereits Profi-Fußball gespielt wurde.


Jahr
Sieger
Finalist
Resultat
1929
GRAZER AK
FC Lustenau 07 
2:2 / 3:0
1930
KREMSER SC
Turnerbund Lustenau 
7:2 / 3:1
1931
LINZER ASK
Grazer AK
1:1 / 2:1
1932
GRAZER AK
Linzer ASK
2:0 / 4:2
1933
GRAZER AK
FC Lustenau 07
3:1 / 4:2
1934
STURM GRAZ
Salzburger AK 1914
2:1 / 2:0
1935
BADENER AC
Salzburger AK 1914
1:4 / 3:0 / 3:2
1936
1. SC WR. NEUSTADT
Innsbrucker AC
3:2 / 6:0
1937
POST SV WIEN
Salzburger AK 1914
4:0 / 2:2

 


 

 

Geändert am 30.01.2017